"Panta rei - Alles fließt."

(Heraklit)

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"Im Spiegel der Erkenntnis oder warum das Schicksal kein mieser Verräter ist"

 

Haben Sie manchmal das Gefühl, dass einige Menschen im Leben vom Schicksal begünstigt sind, andere es dafür umso „dicker“ bekommen?

Man könnte es fast glauben, wenn beispielsweise die Nachbarin ein gesundes Kind nach dem anderen zur Welt bringt, einen Mann hat, der gut verdient und auch sonst scheinbar kein Wölkchen am Lebenshimmel erscheint, während man selbst als junge, alleinerziehende Mutter mit einem behinderten Kind am Lebenshorizont keine Sonne mehr sieht.

Aber ist das Leben wirklich nur ein in Szene gesetztes Glücksspiel, indem das Schicksal willkürlich mal als Gönner, mal als mieser Verräter erscheint?

 

Der Physiker, Albert Einstein, sagte einmal: „Gott würfelt nicht.“ Was meinte er damit? Sicherlich, dass das Universum auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten beruht. Vielleicht aber auch, dass es bei allem, was existiert, eine übergeordnete Kraft gibt, die keinen Zufall im Sinne von Willkür kennt und die alle Ereignisse sowohl im Großen (Universum) als auch im Kleinen (Menschenleben) bei genauerer Betrachtung als zutiefst sinnvoll erscheinen lässt.

Gibt es also auch im menschlichen Leben Gesetzmäßigkeit, eine Art Lebensplan, der jedes Schicksal zutiefst sinnvoll macht, auch wenn es einem manchmal schwer fällt, das anzunehmen?

Die all-umfassende Symbolsprache der Astrologie antwortet darauf eindeutig mit „Ja“.

Mit ihrer „Geburtsstundenschau“ ist sie ein hervorragendes Mittel, dem Schicksals- bzw. Lebensweg eines Menschen auf die Spur zu kommen und die tiefe Sinnhaftigkeit aller Lebensvorkommnisse begreifen zu helfen.

 

Wie gut dieses Begreifen gelingt, liegt bei Jedem selbst und hat vor allem bei schwierigen und wechselvollen Lebensverhältnissen/-umständen mit der Grundhaltung des Betroffenen zu tun.

Wer bei einschneidenden Ereignissen wie z.B. dem Tod eines nahen Angehörigen oder wie bei obigem Beispiel der Nachbarin von „Schicksalsschlägen“ spricht, muss sich fast zwangsläufig als unterlegenes Opfer eines Schicksals empfinden, das ihn willkürlich trifft.

Aus dieser Haltung heraus ist es schwer, handlungsfähig zu bleiben, denn als Opfer fühlt man sich allgemein ohnmächtig im Sinne von „machtlos“. Dadurch wird man zum Leidtragenden, einem passiv Erduldenden, der sich weit davon entfernt, in seinem Schicksal einen tieferen Sinn oder gar eine Chance zu innerem Wachstum, innerer Reife sehen zu können.

Hingegen ist jemand, der es im Sinne Einsteins‘ „Gott würfelt nicht“ für möglich hält, dass nichts grundlos und ohne tieferen Sinnzusammenhang geschieht, in der Lage, sein Schicksal als Spiegel der Selbst-Erkenntnis zu nutzen und auch bei größter Herausforderung eine versöhnliche Haltung anzunehmen, um im konstruktiven Umgang mit dem Leid dem Schicksal die Hand zu reichen, ohne sich von ihm verraten oder geschlagen zu fühlen.

Zugegebenermaßen braucht Letzteres einiges an Mut.

Wer sich selbst nicht als Opfer sieht und zudem an eine tiefere Sinnhaftigkeit allen Geschehens glaubt, übernimmt Selbstverantwortung. Die äußeren Umstände sind nicht länger Handlanger eines „miesen Verräters“, sondern werden zu Entwicklungshelfern in einem tiefgreifenden Selbst-Erkenntnis-Prozess, dessen Ziel es einzig und allein ist, das Unbewusste, gegebenenfalls Leben übergreifende Gesetzmäßige bewusst zu machen und den darin eingebetteten, eigenen Schatten, zu entdecken und durch Bewusstwerdung zu durchlichten.

Obwohl dieser Weg nicht unbedingt ein leichter ist, bietet er die großartige Möglichkeit, wahrhaft selbst-bewusst zu werden und auf einzigartige Weise lebendig zu sein.